Landschaft + Ressourcen

Klima- und ressourcenstarke Region Steirischer Zentralraum

Klimawandelanpassung, eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Böden, Kreislaufwirtschaft und Versorgungssicherheit sind zentrale Anliegen der Region. In diesem Bündelprojekt arbeiten regionale Akteure mit starken Partnern an tragfähigen und zukunftsorientierten Lösungen zu bereits gegenwärtigen Herausforderungen. Neben Studien werden auch konkrete Umsetzungen unterstützt und damit Ergebnisse auch sichtbar gemacht.

KONTAKT

Anna Lampl
T. +43 664 2847545
lampl@zentralraum-stmk.at

Projektträger
Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH
Projektlaufzeit
01/2020 - laufend
Finanzierung
StLREG

KLIMAWANDELANPASSUNG

Die Anpassung an die sich ändernden klimatischen Bedingungen und die zielgerichtete Vorbereitung auf vermehrt auftretende Extremwetterereignisse sind notwendig, um negative Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren. Das Regionalmanagement setzt dabei auf Austausch und Vernetzung mit den Gemeinden, der Klimaschutzkoordination des Landes Abt. 15 und der KLAR- und KEM-Regionen des Steirischen Zentralraums, damit geeignete Maßnahmen erarbeitet, kommuniziert und umgesetzt werden können.

 

Gemeinsam mit der Klimaschutzkoordination des Landes, Abt. 15 und der Energie Agentur Steiermark werden 2020 und 2021 gemeindespezifische Risiken identifiziert und Anpassungsmaßnahmen für die Region definiert. Ergebnisse werden in Aktionsplänen festgehalten, welche Ende des Jahres 2021 den Gemeinden übergeben werden. Zusätzlich werden in zehn Gemeinden Naturgefahrenchecks zur Stärkung des Risikobewusstseins und der Vorsorgekapazität durchgeführt, um für den Herausforderung des Klimawandels noch besser vorbereitet zu sein.

Online-Pinnwand zur regionalen Klimawandelanpassung

Im Zuge der virtuellen Auftaktveranstaltung im Projekt Klimawandelanpassung im Steirischen Zentralraum haben wir eine interaktive Online-Pinnwand mit nützlichen Infos zu Förderungen, Good Practices, zum Naturgefahrencheck u.v.m. erstellt, die nach wie vor von jedem/r ergänzt werden kann!

POTENTIALANALYSE KREISLAUFWIRTSCHAFT

Kreislaufwirtschaft beschreibt ein zirkuläres Wirtschaftsmodell, in dem biologische und technische Stoffkreisläufe geschlossen und somit der Übergang von einer Wegwerfgesellschaft und knapper Ressourcen hin zu einem regenerativen  System bewältigt werden soll, indem vorhandene Ressourcen ihrer bestmöglichen Verwertung zugeführt werden. Welche Möglichkeiten es dazu auf regionaler Ebene im Steirischen Zentralraum und dessen Gemeinden gibt, dazu wurde eine Potentialanalyse in Auftrag gegeben.

 

In Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität Graz werden Aktivitäten bewertet und mögliche Handlungsfelder im Wirkungsbereich der Region und ihrer Gemeinden aufgezeigt. Die im Projekt erhobenen Potentiale sollen dabei im Austausch mit den Gemeinden und relevanten regionalen Akteur_innen diskutiert werden, um mögliche Folgeprojekte zu definieren. Das übergeordnete Ziel ist dabei stets, die Widerstandsfähigkeit der Region durch das Schließen von Stoffkreisläufen nachhaltig zu stärken.

Online-Talks zur kommunalen und regionalen Kreislaufwirtschaft

Im Zuge des Projektes diskutieren wir im Herbst 2021 online mit Expert:innen erste mögliche Handlungsfelder zu den Themen Bauen und Flächenmanagement, Verleihen und Reparieren sowie Lebensmittel und Bioökonomie! Diskutieren Sie mit uns!

UNSER BODEN – UNSER LEBEN

Wesentlich für den Erhalt und Aufwertung regionaler Ressourcen sind auch die Bereiche Boden- bzw. Wasserschutz, Vermeidung von Erosion und Bodenverbesserung. Gezielter Humusaufbau bindet CO2 aus der Atmosphäre, ist die Grundlage für einen nachhaltigen Ackerbau, fördert Biodiversität und ist Teil des Erhalts eines intakten Wasserkreislaufes und somit auch der Klimawandelanpassung.

In Kooperation mit dem Verein der Wasserschutzbauern und Gemeinden der Region wird an diesen Themen gearbeitet. Gemeinsam mit lokalen Landwirten und der Bio Forschung Austria werden Bodendaten erhoben, Schauversuche erstellt und Maßnahmen wie Schulungen zu Humusbilanzrechnungen durchgeführt. Bei Exkursionen, Informations- und Fachveranstaltungen wird Wissensaustausch ermöglicht. Mit Schaukästen vor Ort und Workshops zur Bewusstseinsbildung an Schulen werden auch die Bevölkerung  und  Kinder mit einbezogen und  informative Begegnungszonen errichtet. Teilnehmende Betriebe erhalten zudem eine Auszeichnung des Vereins der Wasserschutzbauern.

LEBENSMITTELPUNKTE

Ein verbesserter Zugang zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln und damit einhergehende kürzere Transportwege ermöglichen eine Reduzierung von CO2 und tragen zur Förderung von kleinstrukturierten Betrieben bei. Dazu entwickelte das Projektteam der Grazer Energieagentur und Hillob OG ein kund_innen- und lieferant_innenfreundliches Konzept eines regionalen Selbstbedienungsautomaten- und Schließfachsystems. Bei „Baula Pausenlos“ sind ausschließlich nachhaltige und qualitätsgeprüfte Lebensmittel aus der Region zu finden. In Betrieb genommen wird der erste Pilotstandort in der Gemeinde Feldkirchen bei Graz voraussichtlich Anfang Oktober 2021.

 

 

Unterstützt aus Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes.