Landschaft + Ressourcen

Klima- und ressourcenstarke Region Steirischer Zentralraum

Klimaschutz und Klimawandelanpassung, eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Böden, der Beitrag zur Energiewende, Kreislaufwirtschaft und Versorgungssicherheit sind zentrale Anliegen der Region. In diesem Bündelprojekt arbeiten regionale Akteur:innen mit starken Partnern an tragfähigen und zukunftsorientierten Lösungen zu bereits gegenwärtigen Herausforderungen.

KONTAKT

Anna Lampl
T. +43 664 2847545
lampl@zentralraum-stmk.at

Projektträger
Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH
Projektlaufzeit
01/2021 - laufend
Finanzierung
StLREG

Downloads

Aktionsplan zur Klimawandelanpassung im Steirischen Zentralraum
Informationsblatt Naturgefahrencheck
Zusammenfassung Veranstaltungsreihe PV-Ausbau im Steirischen Zentralraum
Potentialanalyse zur Kreislaufwirtschaft im Steirischen Zentralraum (Executive Summary)

Hintergrund

 

Unterstützt durch das Steiermärkische Landes- und Regionalentwicklungsgesetz werden für die Region im Bündelprojekt Klima- und ressourcenstarke Region Steirischer Zentralraum in Koordination durch das Regionalmanagement unterschiedliche Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz- und Klimawandelanpassung, Ausbau erneuerbarer Energieträger, Bodenschutz und Humusaufbau, Kreislaufwirtschaft sowie Versorgungssicherheit getätigt.

KLIMAWANDELANPASSUNG

Die Folgen des Klimawandels zeigen sich immer deutlicher: Starkregen, Temperaturextreme oder Wasserknappheit stellen Gemeinden vor neue Herausforderungen. Zusätzlich zu Klimaschutzmaßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen braucht es daher auch Maßnahmen zur Anpassung an die bereits heute spürbaren Klimawandelauswirkungen. Das Regionalmanagement begleitet die Gemeinden der Region auf dem Weg in eine klimafitte Zukunft. Dazu wurden gemeinsam mit der Klimaschutzkoordination des Landes und der Energie Agentur Steiermark Betroffenheiten zum Klimawandel und Naturgefahren für die gesamte Region erhoben

 

und auf dieser Basis Aktionspläne zur Klimawandelanpassung für alle Gemeinden erstellt. Weiters wurden in 10 Gemeinden der Region Naturgefahrenchecks durchgeführt. Alle Ergebnisse finden sich in einer Aktionsmappe wieder, welche allen Gemeinden übergeben wurde. Sie fasst die Erhebungen zusammen, zeigt übersichtlich Klimawandelanpassungsmaßnahmen und Vorzeigeprojekte auf und bildet kompakt Ansprechstellen und Förderprogramme ab. Seit 2022 finden weitere Vernetzungstätigkeiten statt, um Umsetzungen aus dem Aktionsplan zu unterstützen.

 

9 Tipps zur Klimawandelanpassung für Gemeinden

Mit unseren 9 Tipps liefern wir Ihnen lebensnahe Lösungen für Gemeinden, hilfreiche Plattformen und Links sowie spannende Good Practice Beispiele zur Klimawandelanpassung in Gemeinden.

Zu den Tipps

REGIONALE KREISLAUFWIRTSCHAFT

Ressourcen werden knapp – umso wichtiger, dass wir einen bewussten Umgang mit vorhandenen Rohstoffen pflegen. Kreislaufwirtschaft ist ein Modell, bei dem bestehende Materialien und Ressourcen so lange wie möglich wiederverwendet, geteilt, repariert und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus verlängert und Abfall reduziert. Materialien werden immer wieder produktiv weiterverwendet, um weiterhin Wertschöpfung zu generieren und CO2 einzusparen. Im Bereich des Klimaschutzes kann Kreislaufwirtschaft somit einen spannenden Beitrag leisten.

 

Sie spielt für den Erhalt unserer natürlichen Umwelt und deren Ressourcenvielfalt zunehmend eine gewichtige Rolle und kann zusätzlich Wertschöpfung in der Region behalten. So ist deren Förderung auch ein zentrales Anliegen der Europäischen Union und in Landesstrategien sowie der Regionalen Entwicklungsstrategie des Steirischen Zentralraums verankert. Im Rahmen unserer Aktivitäten erarbeiteten wir Handlungsfelder für Gemeinden und unsere Region, um im Sinne einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft Wertstoffe nachhaltiger einzusetzen und das Abfallaufkommen zu reduzieren.

18 Tipps zur Kreislaufwirtschaft für Gemeinden

Mit unseren 18 Tipps liefern wir Ihnen lebensnahe Lösungen für Gemeinden, hilfreiche Plattformen und Links, aktuelle Förderungen, sowie spannende Good Practice Beispiele zur kommunalen Kreislaufwirtschaft.

Zu den Tipps

UNSER BODEN – UNSER LEBEN

Wesentlich für den Erhalt und die Aufwertung regionaler Ressourcen sind auch die Bereiche Boden- bzw. Wasserschutz, Vermeidung von Erosion und Bodenverbesserung. Gezielter Humusaufbau bindet CO2 aus der Atmosphäre, ist die Grundlage für einen nachhaltigen Ackerbau, fördert Biodiversität und ist Teil des Erhalts eines intakten Wasserkreislaufes und somit auch der Klimawandelanpassung. In Kooperation mit den Gemeinden der Region und starken Partnern werden an den Themen Humusaufbau, Erosionsschutz, Biodiversität und Bewusstseinsbildung gearbeitet. Bei Exkursionen und Workshops, mit Schaukästen und Bodensafariheften werden auch die Bevölkerung und Kinder miteinbezogen, informative Begegnungszonen errichtet und die Besonderheiten sowie die Bedeutung von vitalen Böden aufgezeigt.

PHOTOVOLTAIK UND RAUMPLANUNG

Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen ist ein wesentlicher Schritt zum Erreichen der Klimaziele. Die österreichische Bundesregierung hat das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz – EAG beschlossen und darin die österreichweiten Ausbauziele festgeschrieben. Um die Gemeinden bei raumplanerischen Entscheidungen und Entwicklungsfragen im Bereich des Photovoltaikausbaus zu unterstützen, wurde ein Prozess mit den Gemeinden im Steirischen Zentralraum gestartet, um Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene aufzuzeigen.

JUGEND UND NACHHALTIGKEIT

Aufbauend auf der Veranstaltung „Regionalpolitik trifft Jugend“, welches durch Mittel der A6 – Fachabteilung Gesellschaft, Referat Jugend finanziert und im Frühjahr 2022 umgesetzt wurde, wird auf artikulierte Anliegen, Wünsche und Ideen von Jugendlichen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz aufgebaut. Ziel ist es, Jugendliche und Jugendgruppen zu aktivieren, ihnen eine Stimme zu geben und sie in genannten Bereichen bei Umsetzungen zu unterstützen und sie für nachhaltige Aktivitäten zu motivieren. Im Rahmen von Workshops werden Möglichkeiten geboten, sich lokal oder regional im Bereich Klima-, Boden- & Wasserschutz einzubringen.

LEBENSMITTELPUNKTE

Ein verbesserter Zugang zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln und damit einhergehende kürzere Transportwege ermöglichen eine Reduzierung von CO2 und tragen zur Förderung von kleinstrukturierten Betrieben bei. Dazu wurde für die Stadtregion Graz ein kund:innen- und lieferant:innenfreundliches Konzept eines regionalen Selbstbedienungsautomaten- und Schließfachsystems entwickelt. Bei „Baula Pausenlos“ sind ausschließlich nachhaltige und qualitätsgeprüfte Lebensmittel aus der Region zu finden. In Betrieb genommen wurde das neue Direktvermarktungsangebot in der Marktgemeinde Feldkirchen bei Graz im Dezember 2021.

Unterstützt aus Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes.