Projektbeschreibung
Der historische Ortskern von Gratwein, einst ein pulsierendes Zentrum, kämpft mit den Herausforderungen der Zeit. Leerstände und ein Verlust an Wohnqualität prägen das Ortsbild.
Mit dem Projekt OK Gratwein II setzte die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel konkrete Schritte zur Belebung ihres Ortskerns. Aufbauend auf dem breiten Beteiligungsprozess aus Phase I (2023) wurden Leerstände erhoben, ein digitales Immobilienmanagementsystem implementiert und Eigentümer:innen sowie Gewerbetreibende durch Stammtische und gezielte Ansprache aktiviert. Als sichtbares Zeichen wurde das ehemalige Papierwarengeschäft „Courage“ zum offenen Projektraum umgestaltet. In Kooperation mit einer zivilgesellschaftlichen Gruppe entstand ein Konzept, um das Thema Inklusion als Profilmerkmal im Ortskern zu verankern. Der Salon Courage bietet als Zwischennutzungsprojekt Raum für Begegnung, Beratung und kreative Impulse. Parallel wurde ein strategischer Abstimmungsprozess mit dem Land Steiermark gestartet, um Förderlogiken, Verkehrsfragen und Planungsinstrumente besser zu verzahnen. Das Projekt schafft eine fundierte Basis für den Aufbau eines Leerstandsmanagements – auch in Kooperation mit anderen Gemeinden – sowie für einen integrierten Masterplan zur Ortskernentwicklung. Gratwein positioniert sich damit als Pilotgemeinde für zukunftsorientierte Innenentwicklung im ländlichen Raum.
Das Projektziel hatte darin bestanden, den erfolgreichen Prozess des Projekts „Lokale Agenda OK Gratwein“ aus dem Jahr 2023 fortzusetzen und Teile der partizipativ erarbeiteten Entwicklungsstrategie umzusetzen. Dabei waren gezielte Maßnahmen ergriffen worden, um die Leerstandsquote insgesamt zu verringern.
Auf- und Ausbau geeigneter Organisationsstrukturen: Um den Ortskern nachhaltig zu stärken, waren geeignete Organisationsstrukturen entwickelt und ausgebaut worden – darunter die Initiierung von Arbeitsgruppen, die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen sowie die Förderung weiterer Bürgerbeteiligung.
Durchführung einer Leerstandserhebung: Eine Leerstandserhebung im Ortskern, sowohl analog als auch digital, war durchgeführt worden, um den aktuellen Stand und mögliche Entwicklungspotenziale der Immobiliensituation zu erfassen.
Einbindung von Hauseigentümer:innen und Gewerbetreibenden: Diese Stakeholder waren aktiv eingebunden worden. In einem kontinuierlichen Dialog (Stammtisch) waren gemeinsame Interessen identifiziert und Maßnahmen (Salon Courage) zur Förderung einer lebendigen Ortskernentwicklung umgesetzt worden.
Aufbau einer Immobilienplattform und eines Leerstandsmanagements: Eine auf die örtlichen Gegebenheiten angepasste Online-Immobilienplattform war geschaffen worden, um ein aktives Leerstandsmanagement zu ermöglichen und attraktiven Raum für potenzielle Nutzer:innen und Investor:innen aufzuzeigen.
Ansprechperson
Thomas Frewein
+43 664 39 29 934
thomas@frewein.at







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