LEADER Region Grazer Bergland
LEADER-Region GU-Nord

GRAZER BERGLAND WANDERWEG

Das Projekt „Grazer Bergland Wanderweg“ ist ein interkommunales Projekt der LEADER-Region Grazer Bergland und verbindet die Gemeinden der Region – Frohnleiten, Übelbach, Deutschfeistritz, Gratwein-Straßengel, Peggau und Gratkorn – mit ihren Kultur- und Naturangeboten.

LE 2023-2027
Projektträger:in

Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH | LAG Grazer Bergland
Durchführung

01.10.23 bis 31.10.25
LEADER-Förderung

€ 67.775,69 | Förderfähige Gesamtkosten: € 112.959,48

PROJEKTBESCHREIBUNG

Ein Premium-Wanderweg, der die Zusammengehörigkeit der Gemeinden deutlich macht.

Der neue „Grazer Bergland Wanderweg“ wird durch die gesamte LEADER-Region und in Form eines Rundweges vom Süden nach Norden und wieder zurück in den Süden verlaufen. Dabei werden auch Anknüpfungspunkte mit Graz berücksichtigt. Es wird ein Wanderweg mit mehreren Etappen geschaffen, der sich weitestgehend an bestehenden Wanderwegen orientiert. Ergänzend dazu werden in kleineren Wanderschleifen (Wanderrundwege) örtliche kürzere Wander- oder auch Themenwege angebunden.

Der neue „Grazer Bergland Wanderweg“ wird 80 bis 100 Kilometer umfassen.

Ziel des Projekts ist, das Kultur- und Naturangebot der Region hervorzuheben und einen attraktiven Wanderweg in Premiumqualität zu entwickeln, der die Besonderheiten der LEADER-Region und das, was das Grazer Bergland ausmacht – ihre Identität – erlebbar macht. Der Weg wird rund 15 bis 20 bestehende Highlights der Region verbinden. Weiters ist die künftige Errichtung von zirka zehn bis zwölf Kunst-Rastplätzen entlang des Weges angedacht. Bei der Planung des Wanderweges wird ein besonderes Augenmerk auf die Wegebeschaffenheit, die Angebote entlang der Wege, die Einbindung und Qualifizierung von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie Ausflugszielen und vor allem die Anbindung an den öffentlichen Verkehr (Bus, Bahn, flux, etc.) als Ausgangspunkte und Einstiegsstellen gelegt.

Der Wanderweg wird, aufbauend auf bestehenden Wegen und Beschilderungen bzw. Markierungen, durch ein eigenes Wege-Logo gekennzeichnet. Der neue Weg wird dadurch in der gesamten Region erkennbar sein und wird entsprechend beworben (Wanderkarte mit Beschreibungen, digitale Aufbereitung, etc.).

Nachhaltigkeit des Projekts: Bereits im Konzept werden Maßnahmen zur Erhaltung und zur laufenden Attraktivität des neuen Angebots mitberücksichtigt.

Die Entwicklung des Grazer Bergland Wanderweges erfolgt unter Einbindung und im Konsens mit dem Österreichischen Alpenvereins (ÖAV), den Naturfreunden (NF) und dem Österreichischen Touristenklub (ÖTK), die für die Beschilderung und Wegeerhaltung zuständig sind. Das Projekt wird außerdem in Abstimmung mit der Erlebnisregion Graz, die im Bereich des Tourismus bzw. in der regionalen und überregionalen Bewerbung der Freizeit- und Naherholungsangebote der Region ihren Beitrag leistet, umgesetzt.

EFFEKTE & ZIELSETZUNGEN

 

  • Innovativer Ansatz durch Schaffung eines neuen Premium-Wanderwegs (Rundwege) mit öffentlicher Anbindung sowie die Weiterentwicklung des touristischen Leitproduktes Wandern
  • Positionierung der Region als natürliche Erholungs- und Wanderregion
  • Positiven Beitrag zur Fokussierung der Region im Bereich Kultur- und Naturangebot
  • Ökonomisch nachhaltig durch die Generierung von Wertschöpfung in der Region sowie die laufende Betreuung und Qualitätssicherung durch lokale alpine Vereine
  • Multisektoraler Ansatz durch die Vernetzung von Gemeinden, alpinen Vereinen, Tourismus (touristische Be-triebe sowie der Erlebnisregion Graz) und Kunst- und Kulturinitiativen sowie junger Menschen (Netzwerkbildung und neue Kooperationen)
  • Qualitätssicherung durch Partner in der Region: Qualifizierung von Gastronomie-, Beherbergungsbetrieben und Ausflugszielen sowie die Einbindung lokaler alpiner Vereine
  • Bewerbung der Region als Natur- und Erholungsraum durch das neu entwickelte Leitprodukt

ERGEBNISSE

Der Grazer Bergland Wanderweg – ein Leuchtturmprojekt für Natur, Kultur und regionale Zusammenarbeit

Am 11. Oktober 2025 wurde der Grazer Bergland Wanderweg feierlich eröffnet. Das Gemeinschaftsprojekt der sechs Gemeinden Peggau, Frohnleiten, Übelbach, Deutschfeistritz, Gratwein-Straßengel und Gratkorn steht beispielhaft für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit. Auch die Nachbargemeinden Semriach, Stattegg und Sankt Oswald bei Plankenwarth wirkten durch ihre Wegeinfrastruktur und Angebote aktiv mit.

Ziel des Projekts war es, ein hochwertiges, nachhaltiges Wanderangebot zu schaffen, das Natur- und Kulturerlebnis verbindet und die Region als attraktive Naherholungs- und Wanderregion im Großraum Graz stärkt. Eine Schlüsselrolle spielten die alpinen Vereine, die für einheitliche Beschilderung, Wegerhaltung und Qualitätsstandards verantwortlich sind. Die Erlebnisregion Graz brachte touristisches Know-how ein und übernimmt die überregionale Vermarktung.

Der Grazer Bergland Wanderweg umfasst sechs Etappen mit insgesamt 103 Kilometern und rund 4.300 Höhenmetern. Er verbindet aussichtsreiche Höhenzüge, Wälder, Dörfer und Ortszentren und macht markante Gipfel, historische Bauwerke sowie kulturgeschichtlich bedeutende Orte erlebbar. Der Weg ist sowohl als sportliche Mehrtagestour als auch für genussvolles Etappenwandern geeignet.

Die sechs Etappen im Überblick:

Etappe 1: Peggau – Frohnleiten
Über die Lurgrotte und den Römerweg geht es hinauf auf den Hochtrötsch (1.239 m). Von hier eröffnen sich weite Blicke ins Almenland und auf den Grazer Hausberg, bevor der Weg aussichtsreich nach Frohnleiten führt. Länge: 17,1 km | Gehzeit: 6:00 h | Aufstieg: 850 hm | Abstieg: 830 hm | Schwierigkeit: mittel

Etappe 2: Frohnleiten – Übelbach
Über den Haneggkogel zieht sich die längste Etappe durch Wälder und Almflächen bis in die Marktgemeinde Übelbach. Idyllische Wege und beeindruckende Panoramen prägen diesen Abschnitt. Länge: 20,6 km | Gehzeit: 7:00 h | Aufstieg: 1.060 hm | Abstieg: 910 hm | Schwierigkeit: mittel

Etappe 3: Übelbach – Deutschfeistritz/Peggau
Von Übelbach führt der Weg über zahlreiche Wegkreuze zum Schartnerkogel (931 m). Mit weitem Panorama im Gepäck geht es weiter nach Deutschfeistritz und Peggau. Länge: 16,2 km | Gehzeit: 5:30 h | Aufstieg: 740 hm | Abstieg: 900 hm | Schwierigkeit: mittel

Etappe 4: Stübing – Gratwein
Diese abwechslungsreiche Tour führt über die Mühlbacher Hütte und das traditionsreiche Stift Rein bis ins Ortszentrum von Gratwein – eine Etappe voller Kultur- und Naturerlebnisse. Länge: 18,8 km | Gehzeit: 6:00 h | Aufstieg: 730 hm | Abstieg: 740 hm | Schwierigkeit: mittel

Etappe 5: Gratwein – Straßengel
Sanfte Hügel und historische Plätze begleiten die Wandernden bis zur Wallfahrtskirche Maria Straßengel – ein kultureller Höhepunkt. Länge: 15,8 km | Gehzeit: 5:00 h | Aufstieg: 550 hm | Abstieg: 550 hm | Schwierigkeit: mittel

Etappe 6: Gratkorn – Stübing
Die kürzeste Etappe führt über den Dultgraben und den Alpengarten Rannach bis zum traditionsreichen Höchwirt, bevor der Weg in Stübing endet. Länge: 14,4 km | Gehzeit: 4:15 h | Aufstieg: 400 hm | Abstieg: 370 hm | Schwierigkeit: leicht

 

Nachhaltigkeit war von Beginn an ein zentrales Leitmotiv. Der Wanderweg verläuft nahezu vollständig auf bestehenden Wegen, die gezielt aufgewertet wurden. Die Anbindung an Bahn, Bus und Micro-ÖV ermöglicht eine klimafreundliche An- und Abreise. Die langfristige Pflege des Weges ist durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Gemeinden und alpinen Vereinen gesichert.

Zur Orientierung und Inspiration wurde eine eigene Grazer Bergland Wanderkarte erstellt. Sie enthält alle Etappen, detaillierte Beschreibungen, Höhenprofile sowie Tipps zu Einkehr, Sehenswürdigkeiten und Mobilität. Die Karte ist in Tourismusbüros, Gemeindeämtern und bei regionalen Ausflugszielen erhältlich und ergänzt die digitale Darstellung auf gängigen Tourenportalen.

Mit dem Grazer Bergland Wanderweg entstand ein touristisches Leuchtturmprojekt mit positiven Impulsen für Tourismus und regionale Wertschöpfung. Eine Zertifizierung als Premium-Wanderweg ist für 2026 vorgesehen und soll die hohe Qualität des Angebots weiter unterstreichen.

 

 

Ansprechperson:
Mag.a (FH) Stefanie Schmid
+43 664 41 17 311
leader@grazerbergland.at

 

GRAZER BERGLAND

HOCH HINAUS, TIEF VERWURZELT!

 

ZUR LEADER-REGION
Unterstützt aus Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes.