LEADER: Grazer Bergland

Culinary Heritage – regionale Esskultur der Zisterzienser

Das Zisterzienserstift Rein erhielt das Europäische Kulturerbe-Siegel und veranstaltet gemeinsam mit der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel ein Kulinarik-Fest, um der breiten Öffentlichkeit vom kulinarischen und kulturellen Erbe der Zisterzienser zu erzählen und sie aktiv daran teilhaben zu lassen.

LE 2023-2027
Projektträger:in

Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
Durchführung

06.06.24 bis 31.10.24
LEADER-Förderung

€ 6.403,20 | Förderfähige Gesamtkosten: € 8.004,00

Projektbeschreibung

Das Stift Rein erhielt das Europäische Kulturerbe-Siegel und läd zur kulinarischen Feier.

Die Zisterziensischen Kulturlandschaften tragen offiziell das Europäische Kulturerbe-Siegel. Damit wird ihre Schlüsselrolle in der europäischen Geschichte und Kultur gewürdigt. 17 Zisterziensische Klosterlandschaften in fünf europäischen Ländern sind unter dem Titel „Cisterscapes connecting Europe“ miteinander verbunden. Unter ihnen ist auch das Zisterzienserstift Rein. Der Landkreis Bamberg in Deutschland hatte alle 17 Klosterlandschaften für das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) eingereicht.

Zur Feier des Erhalts des Siegels laden der Konvent von Stift Rein und die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel am 28. September 2024 zu einer besonderen Veranstaltung im Stiftshof ein. Unter dem Motto „Kultur & Kulinarik im Stift Rein“ können Besucher:innen regionale und traditionelle Spezialitäten wie Brennsterz  und Schmalzgebäck genießen. Gleichzeitig werden die zisterziensische Kochkunst vorgestellt, die sich über Jahrhunderte mit den strengen Ordensregeln entwickelt hat.

Neben dem kulinarischen Angebot gibt es Mitmachstationen für Kinder und kostenlose Führungen durch das Stift, bei denen auch der historische Wasserstollen im Ulrichsberg besichtigt werden kann. Musikalisch untermalt wird die Feier von den Gratweiner Böhmischen und der Steirischen Soatnpress.

Ziel der Veranstaltung war es, das Bewusstsein für das kulturelle Erbe der Zisterzienser und seine Bedeutung für die europäische Identität zu stärken. Die Veranstaltung gibt den Besucher:innen auch die Möglichkeit über die Bedeutung regionaler Lebensmittelproduktion und den Erhalt der Kulturlandschaft zu erfahren.

 

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Effekte & Ziele
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Ergebnisse
Effekte & Ziele

Ziel der Veranstaltung ist es, einer breiten Öffentlichkeit von diesem kulturellen und kulinarischen Erbe zu erzählen und sie aktiv daran teilhaben zu lassen.

 

Weitere Ziele:

  • Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der Produktion regionalen Lebensmittel und die Erhaltung der Kulturlandschaft (= Identitätsstiftung über regionale Produkte)
  • Sichtbarmachung der regionalen Produzenten und ihre Leistungen (Kulturlandschaftspflege und Erhaltung Biodiversität)
  • Positiven Beitrag zur Erhaltung des kulturellen und kulinarischen Erbes
  • Vernetzung von regionalen Erzeugern und Konsumenten
  • Inwertsetzung der zisterziensisch geprägten Kulturlandschaft
  • Stärkung der regionalen Identität
  • Sichtbarmachung der Wertschöpfungsketten von regionalen Lebensmitteln und örtlicher Handwerkskunst
  • Spezielles Angebot für Kinder und Familien

 

Ergebnisse

Am 28. September 2024 fand im Stift Rein die öffentliche Veranstaltung „Kultur & Kulinarik im Stift Rein“ statt, die mit rund 500 Besucher:innen großen Zuspruch fand und einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Vermittlung des kulturellen und kulinarischen Erbes der Zisterzienser leistete.

Anlass war die Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels. Das Stift zählt nun zu den 17 ausgezeichneten Zisterzienserklosterlandschaften des europäischen Projekts „Cisterscapes“, die für ihre prägende Rolle in der europäischen Geschichte und Kulturlandschaft gewürdigt wurden.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden insgesamt sieben kostenlose Führungen durch das Stift Rein sowie zum historischen Wasserstollen im Ulrichsberg angeboten, an denen jeweils rund 30 Personen teilnahmen. Ergänzend informierte ein Infotisch über die Projekte „Culinary Heritage“ und „Cisterscapes“ sowie über den Zisterzienser-Fernwanderweg, der sowohl digital als auch mittels Wanderwegbooklet vorgestellt wurde. Besonderes Interesse weckten die Klosterlandschaftsmodelle mit Augmented-Reality-Elementen, die neue Zugänge zur historischen Kulturlandschaft ermöglichten.

Ein kulinarischer Schwerpunkt lag auf Kochvorführungen über offenem Feuer durch die Universität Salzburg, bei denen historische Gerichte wie Fischbällchen, Apfelringe und Schmalzgebäck zubereitet und verkostet wurden. Ergänzt wurde das Angebot durch die Verkostung eines speziellen warmen Kräuterweins. Regionale Produzent:innen und Vereine wie die Bio Imkerei Gruber, die Ortsbäuerinnen mit regionalen Schmankerln sowie der Verein Reiner Handwerk, der rund 20 alte Obstsorten präsentierte, machten die Bedeutung von Biodiversität und Kulturlandschaftspflege sichtbar. Ein Produkttisch mit regionalen Erzeugnissen und Handwerkskunst aus den Kloster-Partnerländern rundete das Angebot ab.

Für Kinder gab es ein vielfältiges Programm mit einem kinetischen Sandtisch zum Bau einer Zisterzienserlandschaft, Rätselstationen in Deutsch und Englisch sowie speziellen Kinderführungen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von den Gratweiner Böhmischen und der Steirischen Soatnpress. Insgesamt trug die Veranstaltung wesentlich dazu bei, das Bewusstsein für das zisterziensische Kulturerbe, die regionale Lebensmittelproduktion und deren Bedeutung für die europäische Identität nachhaltig zu stärken.

Ansprechperson

Martina Auer
+43 3124 51 300-0
gde@gratwein-strassengel.gv.at


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