Strategie: Park and Ride im Steirischen Zentralraum

 

Projektlaufzeit: 07/2018 bis 06/2019

Projektträger: Regionalmanagement Steirischer Zentralraum

Finanzierung: StLREG, Arbeitsprogramm 2018 & 2019

Projektergebnisse: Endbericht zum Download

Kontakt: Anna Reichenberger

 

 

 

Projektinhalte

Die Attraktivität der Stadt als regionaler Arbeits- und Lebensraum führt zu starken Pendlerverflechtungen. Trotz des sehr gut ausgebauten öffentlichen Mobilitätsangebots ist der Anteil des Individualverkehrs sehr groß (überdurchschnittlicher Motorisierungsgrad in Graz-Umgebung und Voitsberg im Vergleich zum steirischen Durchschnitt) und führt zu Überlastungen der innerstädtischen aber auch regional wichtigen höherrangigen Straßen. Gerade im peripher-ländlichen Raum soll Park and Ride (P+R) an Bedeutung gewinnen um PendlerInnen und BesucherInnen vermehrt bereits außerhalb der Stadt vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern und multimodale Verflechtungen zu erzielen.  

Ziel des Projektes Strategie Park & Ride im Steirischen Zentralraum war die Erarbeitung einer einheitlichen Strategie für die Gesamtplanung von P+R-Anlagen in den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg, um die Basis für effiziente Umsetzungsprojekte und damit wichtige Schnittstellen zwischen Individualverkehr und öffentlichem Verkehr zu schaffen. Im Fokus stand dabei die Entlastung von regionalen Ballungsräumen mit Blick auf den MIV. Das Projekt gliederte sich in zwei Teilbereiche:

 

1.       Grundlagen- und Standortsanalyse zur Ermittlung des P+R-Potentials in der Region

In der Bestandsaufnahme waren Kriterien wie Erreichbarkeit, die Ausstattung der Bahn- oder Bushaltestelle oder die Beschaffenheit der verfügbaren Fahrradabstellplätze maßgebend für die Bewertung der Qualität der P+R-Anlagen. Potentialanalyse der Park and Ride Nutzung in Form einer Verkehrsmodellrechnung für P+R im Zentralraum & Festlegung ÖV – Hauptachsen. Nach einer Prioritätenreihung wurden ausgewählte Standorte im Rahmen einer Standortanalyse näher betrachtet.

 

2.       Machbarkeitsuntersuchung

Abschließend erfolgte eine modulweise Verkehrs- und Parkplatzplanung von drei der ausgewählten (neuen oder bereits bestehenden) Standorte in Vorbereitung auf mögliche folgende Detail- und Ausführungsplanungen, beziehungsweise Erweiterungen und Umsetzungen.

 

 

Ergebnisse

Im Großraum Graz wurde eine Bestandsaufnahme an 73 P+R-Standorten – davon 56 in Graz-Umgebung und 17 in Voitsberg – durchgeführt. Im Einklang mit den Ergebnissen der Bestandsaufnahme sowie der Potentialabschätzung wurden zwölf ausgewählte Standorte für den Neubau oder die Erweiterung von P&R Anlagen entlang der ÖV-Hauptachsen nach Graz hinsichtlich Pendlerzahlen, ÖV Angebot und Grundstücksverfügbarkeit näher betrachtet.

Für die Machbarkeitsuntersuchung (zweiter Projekt-Teilbereich) wurden die Standorte Bahnhof Laßnitzhöhe, Bahnhof Söding-Mooskirchen und Steinberg bei Graz ausgewählt, da deren Umsetzung in naher Zukunft realistisch erscheint.

Die Projektergebnisse dienen Gemeinden als Handlungsorientierung beim Ausbau, beziehungsweise bei der Errichtung neuer P+R-Anlagen – sie ermöglichen die Bewertung von favorisierten Standorten hinsichtlich deren Eignung und sinnvoller Dimension als Basis für zukünftige Planungen.

Für dieses Projekt wurde eine regionale Steuerungsgruppe mit VertreterInnen der Grazer Verkehrsplanung, der zuständigen Landesabteilung sowie Verkehrsverbund, ÖBB und GKB eingerichtet, die in den Abstimmungsprozess laufend eingebunden waren.

 

 ENDBERICHT zum Download

Bewertung von Radabstellplätzen als eines der Kriterien zur Feststellung der Qualität vorhandener P+R-Anlagen
Übersicht Pkw-Stellplatzangebot und Pkw-Stellplatznachfrage der erhobenen P+R-Anlagen im Großraum Graz
Presseauszug: Artikel zur Strategie in der Kleinen Zeitung, erschienen am 12. November 2019