LEADER: Grazer Bergland

Stein.Zeit.Museum Stift Rein

Ein Projekt, das die Geschichte des ältesten Bergbaus der Steiermark lebendig werden lässt: Im Hornstein-Museum, einer Dauerausstellung im Kellergeschoss der gotischen Kreuzkapelle, können Besucher:innen die spannende Entwicklung des Hornsteinabbaus entdecken und die kulturellen Wurzeln der Region erleben. Die Ausstellung vereint eindrucksvoll Geschichte sowie Architektur und bereichert das kulturelle Angebot.

LE 2023-2027
Projektträger:in

Zisterzienserstift Rein
Durchführung

01.01.25 bis 30.06.26
LEADER-Förderung

€ 88.266,28 | Förderfähige Gesamtkosten: € 147.110,47

Projektbeschreibung

Im Rahmen des bevorstehenden Jubiläums „900 Jahre Stift Rein“ werden zahlreiche Maßnahmen zur Revitalisierung und Attraktivierung des Zisterzienserstifts Rein umgesetzt.

Diese bis 2029 definierten Maßnahmen waren auch ausschlaggebend für die aktuelle Anerkennung als Europäisches Kulturerbe. Im Jahr 2025 liegt der Fokus unter anderem auf der Implementierung des Hornstein-Museums im Kellergeschoss der gotischen Kreuzkapelle. Die gotische Kreuzkapelle im Stift Rein, datiert auf 1.409, beeindruckt im Obergeschoss mit wertvollen Fresken und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert und einem herausragenden geschichtlichen Hintergrund. Im direkten Untergeschoss wird eine didaktische Dauerausstellung (Hornstein-Museum) zum bedeutenden Hornstein-Abbau entstehen.  Der Hornsteinabbau wurde vor zehn Jahren von der archäologischen Abteilung des Universalmuseums Joanneum (UMJ) unter der Leitung von Archäologe Mag. Daniel Modl nach aufwändigen Grabungen in unmittelbarer Umgebung des Stiftes entdeckt. Die Ausstellung dieses Sensationsfundes verspricht faszinierende Einblicke in die Frühzeit des Bergbaus und des Handels in der Region.

Das Museum soll bis Ende 2025 eröffnet werden und wird in Kooperation mit dem UMJ bewirtschaftet. Begleitet werden die baulichen Maßnahmen von dem transnationalen Projekt „TNC III Cisterscapes – connecting Europe“ im Rahmen von Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Die LEADER-Region Grazer Bergland, die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel und das Zisterzienserstift Rein sind strategische Partner in diesem transnationalen Kooperationsprojekt.

 

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Effekte & Ziele
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Ergebnisse
Effekte & Ziele
  • Aufwertung der Freizeitinfrastruktur durch die Schaffung eines einzigartigen Hornstein-Museums als neues kulturtouristisches Angebot
  • Inwertsetzung alter und historischer Bausubstanz
  • Bewahrung des kulturellen Erbes
  • Stärkung des kulturellen Angebots in der Region

Das Projekt „Das Hornstein-Museum im Stift Rein: Kultur und Geschichte neu erleben“ hat das Ziel, die bedeutenden archäologischen Funde des ältesten Bergbaus der Steiermark eindrucksvoll zu präsentieren.

Die Ausstellung erweitert das kulturelle Bildungsangebot, steigert die touristische Anziehungskraft und bereichert die Kreuzkapelle durch eine faszinierende Verschmelzung von Geschichte und Architektur. Diese Dauerausstellung spricht historisch und archäologisch Interessierte, Kunst- und Kulturliebhaber:innen sowie Bildungseinrichtungen, Tourist:innen und Familien gleichermaßen an.

Ergebnisse

Am 17. November 2025 eröffnete das Zisterzienserstift Stift Rein feierlich das „Stein.Zeit.Museum“ im Untergeschoss der gotischen Kreuzkapelle in Anwesenheit von Landesrat Dr. Karlheinz Kornhäusel und ausschließlich geladenen Ehrengästen.

Die Dauerausstellung macht die einzigartigen Funde des ältesten nachgewiesenen Hornsteinabbaus der Steiermark aus der Jungsteinzeit erstmals dauerhaft öffentlich zugänglich und veranschaulicht die über 6.500-jährige Geschichte von Bergbau und menschlicher Nutzung im Reiner Becken. Die Fundstelle am sogenannten Hochfeld zwischen Rein und Hörgas zählt heute zu den bedeutendsten archäologischen Denkmalen Österreichs. Seit 2010 erforschen das Universalmuseum Joanneum und das Österreichische Archäologische Institut diesen einzigartigen Platz, der Spuren von Abbaugruben, Werkstätten und Siedlungen aus der späten Jungsteinzeit nachweist.

Die Ausstellung gliedert sich in drei Bereiche: archäologische Forschungen im Stiftsbereich, die Siedlungsgeschichte der heutigen Marktgemeinde Gratwein-Straßengel von der Urgeschichte bis ins Frühmittelalter sowie den Hornsteinbergbau mit originalen Artefakten, Plattenhornstein, Schlagabfällen und einer originalgroßen Rekonstruktion eines neolithischen Abbauschachts. Die denkmalgerechte Sanierung des Untergeschosses, die Installation technischer Infrastruktur, Beleuchtung, Medientechnik und Vitrinen schafft eine moderne Präsentationsfläche, die die historische Substanz der Kapelle respektiert und die Atmosphäre des Raumes bewahrt.

Das Museum ist zu den angegebenen Öffnungszeiten kostenlos zugänglich und macht Geschichte erlebbar. Es wertet das Stift Rein auf, unterstützt die Bewahrung des kulturellen Erbes und stärkt das öffentliche Bewusstsein für die archäologische und historische Bedeutung der Region. Das Projekt ist ein zentraler Baustein der Maßnahmen zum bevorstehenden Jubiläum „900 Jahre Stift Rein“ und verbindet Forschung, Bildung und Kultur auf innovative Weise. Besucherinnen und Besucher erleben so die faszinierende Verbindung von Architektur, Geschichte und Wissenschaft direkt vor Ort.

Ansprechpersonen

Abt Pater Martin (Clemens) Höfler
+43 3124 51621
verwaltung@stift-rein.at

Iryna Gasyanets
+43 699 12017420
ira@bramberger-architects.at

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