RURBANCE (2012-2015)

Im Rahmen des "Alpine Space"-Programms der Europäischen Union (Förderstrategie "Europäische Territoriale Zusammenarbeit", ETZ) wirkte das Regionalmanagement Graz & Graz-Umgebung am Projekt RURBANCE mit. Als Lead-Partner fungierte dabei die Abteilung für Umwelt und Energie der Region Lombardei.

Zu den weiteren Projektpartnern zählten Einrichtungen

  • der Stadt Graz,
  • der Leibnitz-Universität Hannover,
  • den Regionen Veneto, Piemont und Grenoble,
  • der Stadt Grenoble,
  • dem Wissenschaftlichen Forschungszentrum Ljubljana,
  • der Regionalen Entwicklungsagentur Ljubljana,
  • der Allgäu GmbH Gesellschaft für Standort und Tourismus sowie
  • der Stadt Zürich.

Den Rahmen des Projekts bildete die Aufgabe, Stadt-Umland-Strukturen effizienter zu gestalten. Eine Analyse der Komplexität, Verwundbarkeit und Belastbarkeit der jeweiligen Regionen bildet dabei die wissenschaftliche Basis.

 

Die Region Steirischer Zentralraum profitierte von diesem Projekt insbesondere in Zonen abrupten Übergangs von urbanen zu ländlichen Strukturen. Als Zielgebiet für Pilot-Aktivitäten war folglich ein Bereich nördlich der Stadt Graz vorgesehen. Die hier auftretenden Probleme hinsichtlich einer Erschließung durch den öffentlichen Verkehr beeinflussen einerseits das Pendlerverhalten der Umlandbevölkerung und verstärken damit die Verkehrsproblematik im Großraum Graz. Andererseits birgt das Gebiet großes Potential zur Erfüllung einer Naherholungsfunktion, sowohl für die ansässige Bevölkerung als auch für BewohnerInnen der Stadt Graz.

Die Herausforderungen, welche sich dadurch ergeben, sind Bestandteil langjähriger Regionalplanung und wurden auch mit dem Projekt RURBANCE behandelt. Eine umfassende Analyse von potentiellen Möglichkeiten zur optimalen Erschließung durch den öffentlichen Verkehr stellt ein Kernthema in der Projektumsetzung dar. Hierbei wurden unterschiedliche Szenarien einer Umsetzung entworfen. Der Ansatz der integrierten Regionalentwicklung unter Beteiligung aller relevanten Institutionen und Stakeholder stand dabei im Vordergrund.

Die internationalen Projektpartner bildeten dabei ein transnationales Netzwerk und standen in ständigem Kontakt, um gegenseitig von jeweiligen Erfahrungen profitieren zu können, Wissenstransfer zu ermöglichen und damit eine zukunftsträchtige und nachhaltige Bewältigung der genannten Herausforderungen sicherzustellen. Die Vorreiterrolle übernahm hierbei die Stadt Zürich sowie die Region Rhône-Alpes mit der Stadt Grenoble durch langjährige Erfahrung mit Aufbau und Umsetzung von verbesserten Strukturen im Stadt-Umland-Gefüge.

Durch die Umsetzung des Projekts RURBANCE konnten regional positive Impulse gesetzt werden. In Graz Umgebung engagierten sich mehrere Gemeinden im Prozess der Entwicklung eines Konzepts zur Einrichtung eines Anrufsammeltaxis für BewohnerInnen und Gäste sowie in weiterer Folge mit dessen Umsetzung und Ausweitung. 

Factsheet (pdf)