Regionalpark Murauen (2013-2015)

Im Steirischen Zentralraum führt das anhaltend hohe Siedlungs- und Verkehrsflächenwachstum zu einem hohen Verbrauch an Freiflächen. Das Potential der vorhandenen Freiräume und Landschaften entlang der Mur im Süden von Graz und weiter hinaus in die Nachbargemeinden ist Ansatzpunkt um neue Qualitäten für diesen intensiven Siedlungs-/Landschaftsraum zu schaffen und attraktive Stadt-Landschafts-Räume zu entwickeln.

Ein "Regionalpark" soll - im Gegensatz zum Naturpark - ein Instrument der Regionalplanung für ein landschaftsbezogenes Regionalmanagement in Stadtregionen verstanden werden. Der Regionalpark Murauen fällt auch nicht in die Kategorie der Nationalparks (z.B. Donauauen) sondern ist in erster Linie ein regionales bzw. interkommunales Kooperationsprojekt zur Schaffung einer naturnahen, freiraumbezogenen Erholungslandschaft.

Die massive Ausdehnung des Siedlungsraumes in der Stadtregion Graz und Umgebung und die zunehmende bauliche Verdichtung verringern Freiräume für Mensch und Natur: Entwicklung von 1869-2050 (Szenario)

Die Murauen, als "Typus - Landschaft" (Landschaftsschutzgebiet 31) sind besonders geeignet zur Schaffung dieses neuen Parktyps, der unterschiedliche Freiräume miteinander verbindet: beginnend mit Freiräumen der "Zwischenstadt" bzw. Gebieten der (vor)industriellen Kulturlandschaft über Waldkomplexe des Grazer Feldes ("regionale Grünzonen") bis hin zu agrarisch dominierten Bereichen in den Übergangszonen. Der Regionalpark zielt darauf ab, den regionalen Freiräumen und Landschaften zwischen den Siedlungsräumen eine neue Qualität zu verleihen. Erreicht werden soll dabei jedoch keine flächendeckende Gestaltung, sondern vielmehr eine strukturelle, punktuelle Anreicherung. Die in diesem Raum vorherrschenden land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen sollen durch den Regionalpark weder verdrängt noch abgelöst werden.

Das Regionalmanagement G-GU führte als Projektleitung mit Absprache der fachlichen
Koordination von regionalentwicklung & freiland und einer regionalen Projektgruppe folgende Maßnahmen durch:

  • Regionale Raum- und Bedarfsanalyse
  • Räumliche und thematische Schwerpunktsetzungen
  • Entwicklungsstrategie „Regionalpark Murauen“
  • Pilotprojekte, Projektideen

Im Kielwasser der neuen Wasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf wurden bereits erste Projekte wie z.B. uferbegleitende Fuß- und Radwegenetze, Murquerungen und Gestaltung von Naherholungsschwerpunkten wie z. B. die "Auwiese" im Gebiet Graz / Gössendorf, mit Unterstützung von URBAN+ Fördermitteln realisiert.

In einem offenen, partizipativen Planungsprozess sollen weitere Landschaftskonzepte zur Sicherung und Entwicklung der qualitativ hochwertigen Grünräume - insbesondere der Murauen - entwickelt werden.

                                                                      

 

 

Zur Realisierung der Regionalparks ist sowohl eine kommunalpolitische Verankerung und die Mitarbeit
zahlreicher öffentlicher und privater Institutionen, als auch die Unterstützung durch die Öffentlichkeit
notwendig.

In der Steuerungsgruppensitzung am 17.06.2015 in Gössendorf wurde von den politischen Vertreternder Standortgemeinden eine Weiterverfolgung des Projektes befürwortet.

 

 

 

 

Endbericht Regionalpark Murauen

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