Neun neue LEADER-Projekte prägten 2025 das Grazer Bergland – mit klaren Impulsen für Gemeinschaft, Umwelt und nachhaltige Regionalentwicklung.







Gezielte Impulse in zentralen Handlungsfeldern
Im Bereich Jugend, Bewegung und Sicherheit wurden mit dem „RADheldinnen-Parcours: Fahrspaß & Sicherheit für Kids“ sowie dem für 2026 geplanten Pumptrack & Verkehrserziehungsgarten Peggau Projekte genehmigt, die öffentliche Räume qualitätsvoll nutzen und frühzeitig Kompetenzen fördern.
Das Projekt „Tracht und Tradition bewahren – Jugend und Ehrenamt begeistern“ stärkt gezielt ehrenamtliches Engagement im Grazer Bergland und trägt dazu bei, kulturelles Erbe an junge Generationen weiterzugeben.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet 2025 das Aktionsfeld Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Mit dem Projekt „Kompostierung – Biomasseerhalt in kleinen regionalen Kreisen“ wird ein konkreter Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft geleistet und gleichzeitig der Aufwand für Transportwege reduziert. Ergänzend dazu werden mit „MURSPOT – Naturzonen bewahren und verstehen“ sensible Natur- und Lebensräume entlang der Mur in Judendorf geschützt und zugleich für Bevölkerung und Gäste verständlich vermittelt.
Mit Blick auf die Umsetzung ab 2026 setzen die Projekte „Marktleben Frohnleiten – Regional genießen, gemeinsam gestalten“ sowie der „Vernetzte Generationenspielplatz Frohnleiten“ wichtige Impulse zur Stärkung der Ortszentren und schaffen neue generationenübergreifende Begegnungsräume.
Abgerundet wird das Projektportfolio durch das Projekt „Weidendom – Ein Ort, wo Schöpfung atmet“, das beim Stift Rein als besonderer Natur- und Bildungsraum mit hohem ökologischem und symbolischem Wert entsteht.
Leitprojekt Grazer Bergland Wanderweg erfolgreich eröffnet
Ein zentraler Meilenstein im Jahr 2025 war die erfolgreiche Eröffnung des Grazer Bergland Wanderwegs, dem Leitprojekt der LEADER-Region Grazer Bergland. Der neue Weitwanderweg verbindet auf sechs Etappen, rund 103 Kilometern und 4.300 Höhenmetern die Gemeinden Peggau, Frohnleiten, Übelbach, Deutschfeistritz, Gratwein-Straßengel und Gratkorn zu einem durchgängigen Natur- und Kulturerlebnis.
Der Grazer Bergland Wanderweg steht exemplarisch für interkommunale Zusammenarbeit, die nachhaltige Nutzung bestehender Infrastruktur und eine starke regionale Identität. Die klimafreundliche Anbindung an Bahn, Bus und Micro-ÖV sowie die enge Kooperation mit alpinen Vereinen, Tourismus und regionaler Wirtschaft machen ihn zu einem zukunftsweisenden Angebot unmittelbar vor den Toren der Landeshauptstadt Graz.
Als touristisches Leuchtturmprojekt setzt der Wanderweg nachhaltige Impulse für Naherholung, regionale Wertschöpfung und die überregionale Sichtbarkeit des Grazer Berglands. Für das Jahr 2026 ist eine Zertifizierung als Premium-Wanderweg vorgesehen.
„LEADER wirkt dort am stärksten, wo Menschen Verantwortung für ihre Region übernehmen. Die Projekte im Grazer Bergland zeigen, wie aus lokalen Ideen nachhaltige Lösungen für Gemeinschaft, Umwelt und Lebensqualität entstehen“, so Mag. (FH) Stefanie Schmid, LEADER-Managerin der Region Grazer Bergland.

Zahlen & Fakten
Seit Beginn der Förderperiode 2023 wurden in der LEADER-Region Grazer Bergland insgesamt 11 Projektaufrufe abgeschlossen. In diesem Zeitraum wurden 33 Projekte eingereicht, davon 28 Projekte durch das Projektauswahlgremium (PAG) genehmigt.
Das vom PAG genehmigte Fördervolumen beträgt rund € 1,46 Mio.
Die genehmigten Projekte verteilen sich ausgewogen auf alle vier Aktionsfelder der Lokalen Entwicklungsstrategie. Sie leisten damit Beiträge zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung, zur Sicherung natürlicher Ressourcen und des kulturellen Erbes, zur Stärkung gemeinwohlrelevanter Strukturen und Funktionen sowie zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.
Ehrenamt trifft LEADER-Förderung

Starte dein Herzensprojekt!
Mit dem 12. Förderaufruf der LAG Grazer Bergland, der bis 23. Februar 2026 läuft, haben Vereine erneut die Möglichkeit, ihre Ideen für die Region umzusetzen. Gesucht sind Projekte, die das Miteinander stärken, die Lebensqualität vor Ort verbessern oder Natur, Kultur und Gemeinschaft im Grazer Bergland sichtbar machen. Kleinprojekte mit Gesamtprojektkosten von bis zu € 25.000 sind ausdrücklich willkommen.
Zudem können ehrenamtliche Arbeitsleistungen von Vereinsmitgliedern bei Projekten angerechnet werden – entweder als freiwillige, unbezahlte Eigenleistung oder als Sachkosten auf Selbstkostenbasis, wenn Vereinsmitglieder projektbezogene Leistungen übernehmen. So lässt sich Engagement direkt in die Projektfinanzierung einbringen.
Das LEADER-Management Grazer Bergland unterstützt Vereine kostenlos und persönlich – von der ersten Idee bis zur Einreichung. Wer ein Herzensprojekt für seine Gemeinde hat, ist eingeladen, jetzt aktiv zu werden und die Chancen der LEADER-Förderung zu nutzen!
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