REGIOtim zieht erste Bilanz

Nach gut einem Jahr, 9 neuen REGIOtim-Standorten und 90 gewonnenen tim-KundInnen wird eine erste Evaluierung des neuen Mobilitätsangebotes in den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg präsentiert. Lesen Sie mehr über die positiven Ergebnisse!

Über ein Jahr ist seit der Eröffnung des ersten regionalen tim-Knotens außerhalb von Graz vergangen. Nach Hart bei Graz als Pilotprojekt folgten bis heute acht weitere Standorte im Steirischen Zentralraum, die verschiedene Mobilitätsformen miteinander verknüpfen:

 

e-Carsharing, öffentliche Ladestationen, Fahrradinfrastruktur werden durch tim mit dem bestehenden öffentlichen Verkehr und Anrufsammeltaxis verknüpft. Das Ziel: Eine flexible Alltagsmobilität ohne eigenen Pkw für die Bevölkerung vor Ort zu ermöglichen!

 

„Das funktioniert doch nur in der Stadt“ mögen sich einige gedacht haben. Die erste große Nutzer_innenbefragung beweist nun das Gegenteil:

 

51 tim-Nutzer_innen aus sieben tim-Gemeinden wurden im Rahmen der ersten größeren Projektevaluierung befragt. Die meisten nützen die tim-Carsharingfahrzeuge als Ersatz für das Zweitauto. Aber auch die Nutzung von Autos, ohne selbst eines besitzen zu müssen, ist ein häufiger Grund für die tim-Mitgliedschaft. Besonders erfreulich ist die große Zufriedenheit mit den rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die in der Handhabung und Reichweite für die durchschnittliche Mietdauer von 2,5 Stunden für den Großteil der Nutzer_innen sehr gut geeignet ist. Einzig für Urlaube oder Strecken ab 200 km stoßt das Modell e-Carsharing an seine Grenzen.

 

Mehr als 50% der Befragten wohnen in maximal 5 Minuten Gehdistanz zu ihrem nächsten tim-Knoten. Über 75% erreichen ihn in 10 Minuten. Ein Bild, welches sich kaum von jenem in tim-Städten wie Graz oder Linz unterscheidet. Das Fahrrad wird als zweithäufigstes Anreisemittel genannt. Rund 40 % der NutzerInnen leben in einem Haushalt mit Kindern. In Hart bei Graz hat eine Familie auf Grund des kostengünstigeren Systems "Carsharing" bereits ihr Privat-Auto verkauft und setzt im Alltag voll auf tim.

 

99% können das tim-Carsharing in puncto Nutzer_innenfreundlichkeit weiterempfehlen. Auch das Anmeldeverfahren bei der jeweiligen tim-Gemeinde bzw. in Voitsberg und Köflach bei den Stadtwerken wird äußerst positiv beurteilt.

 

Als Verbesserungsvorschläge und Wünsche für die zukünftige Entwicklung wurden mehr Standorte an sich und zusätzliche Autos an bestehenden tim-Knoten genannt. Auch die günstigeren Tarife bei längeren Mietdauern, wie zum Beispiele wochenends oder für Kurzurlaube war eine der Rückmeldungen.

 

Nach einem weiteren Covid-bedingten Einbruch im November und Dezember 2020 geht es nun wieder aufwärts. Allein im März konnten durch die Frühjahrsaktion über 20 tim-Kund_innen dazugewonnen werden, insgesamt sind es nun knapp 90. In den vergangenen 5 Monaten haben sich die gebuchten Carsharing-Stunden verdoppelt und bis heute wurden bereits über 90.000 Kilometer mit den 14 tim-Autos absolviert.

 

Diese positiven Zwischenergebnisse eines neuen, innovativen, regional vernetzten Mobilitätssystems – gestartet mitten in einer Pandemie – werden von den Beteiligten als großer Motivationsschub erlebt und machen Mut für weitere Ausbauschritte.

Die Evaluierung ist Teil der IWB/EFRE geförderten REGIOtim Projekte und wird im Rahmen des Regionalbudgets StLREG unterstützt. Durchgeführt wurden die Befragungen von Fa. Verkehrplus, Fa. PLANUM, der Grazer Energieagentur und ausgewertet durch die Quintessenz Organisationsberatung GmbH, Mag. Walter Slupetzky.