Kick-Off für die Koralmbahnstudie

In 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt: Mit der Eröffnung der Koralmbahn 2025 wird’s möglich und somit ändern sich die Erreichbarkeitsverhältnisse im Süden von Österreich grundlegend. Ein neues Projekt soll den Auswirkungen der neuen Schieneninfrastruktur auf den Steirischen Zentralraum auf den Grund gehen.

Die neue Draubrücke als längste Eisenbahnbrücke Kärntens

Denn die wesentlich verkürzte Fahrzeit auf der Bahnstrecke zwischen Graz und Klagenfurt erweitert den Radius für Tagespendler*innen. Dadurch ist im Süden der Steiermark und in Kärnten mit Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung, den Wohnbedarf und die Bereiche Bildung und Arbeitsmarkt zu rechnen.

Im Rahmen des Projektes „Raumbilder für den Steirischen Zentralraum: Auswirkungen der Koralmbahn in den Bereichen Bildung und Wohnen“ wurde nun in Kooperation zwischen Regionalmanagement Steirischer Zentralraum und dem Stadtplanungsamt der Stadt Graz eine Studie zu den möglichen Auswirkungen der neuen Schieneninfrastruktur in Auftrag gegeben. Ziel ist es, daraus Handlungsempfehlungen an Politik und Verwaltung abzuleiten und zu diskutieren.

In einem ersten gemeinsamen Online-Workshop am 25. Jänner 2021 wurde mit Vertreter*innen des Landes, der Stadtplanung Graz und des Regionalmanagements Steirischer Zentralraum gemeinsam mit regionalis Verkehrsplanung und Regionalentwicklung relevante Fragestellungen diskutiert und für die Studie festgelegt. Diese sind unter anderem:

 

  • Welche demografischen Veränderungen sind zu erwarten?

  • Wie wirkt sich die neue Erreichbarkeit auf die Nachfrage an den Fachhochschulen und  Universitäten aus?

  • Ändert sich die Nachfrage nach Wohnungen am Bildungsstandort bzw. am Erwerbsstandort Graz (in Anzahl und Größe), insbesondere bezüglich Nebenwohnsitze?

  • Welche Veränderungen ergeben sich im Baulandbedarf?

     

Um allfällige Abhängigkeiten zwischen den Wirkungen des Kärntner und Steirischen Zentralraumes feststellen zu können, werden die wechselseitigen Konsequenzen des neuen Verkehrssystems auch für den Bildungsstandort Klagenfurt mit betrachtet. Die Erstellung der Studie erfolgt unter Einbezug der Fachstellen des Landes Steiermark (Abteilung 16 für Verkehr und Landeshochbau und Abteilung 17 für Landes- und Regionalentwicklung) sowie im Laufe der Bearbeitung auch mit Vertreter*innen von Bildungseinrichtungen, der Kärntner Landesregierung, Klagenfurter Stadtplanung und der ÖBB-Infrastruktur AG.

Das Projekt wird aus Mitteln der Region im Rahmen des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes (StLREG 2018) finanziert. Bis Juni 2021 sollen die Ergebnisse für eine politische und fachliche Diskussion fertig aufbereitet sein.