Gemeinden im (Klima-)Wandel: Erfolgreicher Start des Projekts „Klimawandelanpassung im Steirischen Zentralraum“

Aufgrund der umfangreichen Kompetenzen und ihrer Bürger_innennähe nehmen Gemeinden eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel ein. Ein über das Regionalbudget finanziertes Projekt soll die Gemeinden im Steirischen Zentralraum daher auf dem Weg in eine klimafitte Zukunft begleiten. Am 5. März erfolgte der virtuelle Auftakt im Projekt mit über 50 Teilnehmer_innen.

Die Folgen des Klimawandels zeigen sich auch in der Steiermark immer deutlicher: Starkregen, Temperaturextreme oder Wasserknappheit stellen Gemeinden somit vor neue Herausforderungen. Neben Klimaschutz braucht es daher auch Maßnahmen zur Anpassung an die bereits heute spürbaren Auswirkungen.

Um dieser Entwicklung Folge zu tragen, startete das Regionalmanagement in Kooperation mit der Landesklimaschutzkoordination der Fachabteilung 15 für Energie, Wohnbau und Technik des Landes Steiermark unter der Leitung von Mag.a Andrea Gössinger-Wieser das Projekt „Klimawandelanpassung im Steirischen Zentralraum“, welches von der Energie Agentur Steiermark operativ umgesetzt wird. Gemeinsam werden im Projekt regionale Betroffenheiten vom Klimawandel erarbeitet und Aktionspläne zur Anpassung für sämtliche Gemeinden im Steirischen Zentralraum erstellt. Zusätzlich dazu wird in diesem Jahr 10 Gemeinden ein so genannter „Naturgefahrencheck“ ermöglicht, der gemeinsam mit vom Umweltbundesamt speziell ausgebildeten Auditor_innen vor Ort durchgeführt wird und aufzeigt, in welchen Bereichen die teilnehmenden Gemeinden gegebenenfalls noch nachrüsten sollten, um sich vor drohenden Schäden durch den Klimawandel zu schützen.

Im Beisein von Landesrätin Mag.a Ursula Lackner sowie dem stellvertretenden Regionsvorsitzenden Erwin Dirnberger, der als Vertretung von Landesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl ebenfalls Eröffnungsworte sprach, erfolgte der virtuelle Kick-Off im Projekt Anfang März in Form einer Informationsveranstaltung via Zoom. Dabei wurden den über 50 Teilnehmer_innen Klimaszenarien für die Steiermark aufgezeigt, praktische Analysetools für Gemeinden in Hinblick auf Naturgefahren sowie regionale und überregionale Good Practice Beispiele präsentiert. Im Vorfeld der Veranstaltung wurde ein Fragebogen zur Erhebung lokaler Klimawandelbetroffenheiten an die Gemeinden versendet. Ergebnisse dieser Erhebung und eines ersten Screenings zu regionalen Betroffenheiten sowie zu bestehenden Initiativen und Programmen in den Gemeinden des Steirischen Zentralraums wurden ebenfalls vorgestellt.

Durch das Projekt sollen das Risikobewusstsein und die Vorsorgekapazität der Gemeinden in Hinblick auf den Klimawandel gestärkt werden. Ziel ist es, alle Gemeinden in der Region über die Aktionspläne und mögliche Folgeprojekte in kommenden Arbeitsprogrammen bestmöglich auf dem Weg in eine klimafitte Zukunft zu unterstützen.

Die heuer erarbeiteten Aktionspläne sollen den Gemeinden bei einer für das Ende des Jahres geplanten Abschlussveranstaltung feierlich überreicht werden.