Euregio

Auch in der bilateralen Förderkulisse gibt es seit 2007 neue Spielregeln:

-       Das Gebiet, in dem Förderprojekte mit Slowenien einreichen werden kann, hat sich vergrößert. Alle Bezirke der Steiermark mit Ausnahme von Liezen können am Programm mit Slowenien teilnehmen. Das heißt die Euregio besteht nun mehr aus 6 Regionalmanagements: Graz und Graz-Umgebung, Voitsberg, Süd-West-Steiermark, Oststeiermark, östliche und westliche Obersteiermark. Die Regionalmanagements bilden mit den regionalen Entwicklungsagenturen in Maribor, Koroška und Murska Sobota gemeinsam die Euregio Steiermark – NO Slowenien. Sie haben sich zusammengeschlossen, um Unterstützung bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung von steirischen und slowenischen Projekten zu gewährleisten.

-       Neu ist auch der Begriff der Leadpartnerschaft. Das bedeutet: ein Projektpartner muss die Verantwort für das gesamten Projekt, sowohl in finanzieller, als auch in verwaltungstechnischer Hinsicht übernehmen.

 

Kleinprojektefonds

Im Rahmen der Euregio wird es auch in der neuen Periode einen Kleinprojektefonds geben. Die Höhe der Fördermittel wird sich zwischen mindestens € 5.000,- und höchstens € 30.000,- erstrecken. In diesem Bereich sollen vor allem bilaterale Schulkooperationen und people-to-people Projekte eingereicht werden.

 

Interreg IIIA Projekte

Einige Projekt wurden im Herbst noch bewilligt, da noch Reservemittel vorhanden waren:

-   team campus international

Erfahrungen, die JungAkademikerService beim Interreg Projekt „Avstrija – Slowenien“ (Vermittlung von Praktikumsplätzen für Studenten und Jungakademiker auf der jeweils anderen Seite der Grenze) und Kontakte, die im Zuge eines regionalen steirischen Projekts team campus (studentische Unternehmensberatung) entstanden sind, vernetzt JAS auf internationaler Basis. Eine zusätzliche Qualifikationsschiene in Form einer Übungsfirma wird entwickelt. Diese wird speziell für AkademikerInnen mit den Schwerpunkten: Marketing (neue Märkte, neue Produkte), Internationale Geschäftsprozesse/Internationales Projektmanagement, Rekruiting, MitarbeiterInnen-Weiterbildung abgestimmt.

Gespräche und Workshops mit ExpertInnen und potentiellen Projektpartnern in Österreich und Slowenien zeigen, dass die Projektidee „team campus international“ innovativ ist und auf breites Interesse stößt. Die mit diesem Thema befassten Institutionen in beiden Ländern haben ihre Bereitschaft an der Konzeptentwicklung mitzuwirken, ausgesprochen. Auch auf Seiten der Wirtschaft konnten Unternehmen gewonnen werden, die bereit sind das Projekt zu unterstützen, indem Praktika-Plätze und Know-how zur Verfügung gestellt werden.

 

-   Female Entrepreneurship Phase II

Im ersten Teil des Projekts konnten vom Gründerinnenzentrum in Graz alle angestrebten Projektziele erreicht werden. In diesem 2. Teil sollten grenzüberschreitende Branchennetzwerke, sowie brancheninterne Kooperationsprojekte aufgebaut und begleitet werden. Um den Weiterbildungsbedarf der Gründerinnen und Jungunternehmerinnen in der Steiermark und in Slowenien zu entsprechen, werden Workshops mit den Themen: Gründungsprozesse in Slowenien und Österreich, Politische Bildung: how it works in Slovenia/Styria und Netzwerk-Meetings angeboten. Außerdem werden noch Sprechstunden für konkrete Informationen angeboten und zwei Mal jährlich treffen sich steirische und slowenische Vertreterinnen des Netzwerks.

 

-   BiWiTrans (Bilateraler Wissenstransfer)

Die Abteilung für Wissenschafts- und Tourismusentwicklung des Magistrats Graz möchte die Unternehmer mit diesem Projekt anregen, dass sie nicht nur  in deutsch-sprachige Länder exportieren. Angesprochen werden besonders Unternehmen in Slowenien und Graz, die in der gleichen Branche arbeiten. Um dieses Ziel zu errei-chen, werden zu verschiedenen Themenbereichen Businesstalks organisiert.

 

-Qualifikationsbedarfanalyse

Die Wirtschaftskammer Steiermark untersucht in diesem Projekt in welchen Berufsgruppen und/oder Branchen in absehbarer Zukunft Bedarf an Arbeitskräften und mit welchen Qualifikationen besteht und wo sich qualifikationsspezifische Engpässe abzeichnen werden.

 

Citynetwork Graz – Maribor

Im Jahr 2005 haben die Bürgermeister der beiden Partnerstädte Maribor, DI Boris Sovic, und Graz, Mag. Siegfried Nagl eine Gesprächsreihe mit dem Arbeitstitel „Stadtgespräche Maribor – Graz“ ins Leben gerufen. Nachdem das 1. Stadtgespräch in Maribor dem Thema Kaufkraftbindung in Innenstädten gewidmet war, wurde im 2. Gespräch das Generalthema „Verkehr“ angesprochen. Am Ende dieses Treffens wurde beschlossen, dass es im Interesse beider Städte liegt, diese Form des bilateralen Austausches weiter zu führen.

Unter anderem werden in diesem Projekt auch Pilotprojekte in vier Themenbereichen geplant:

-       Der erste Schwerpunkt bezieht sich auf den Bereich Umwelt und Energie, wobei hier das Leitprojekt „Ökoprofit“ des Umweltamtes der Stadt Graz (Referat für betriebliche Umweltvorsorge) einen wichtigen Bestandteil darstellt.

-       Im Bereich Grünraum / Grünes Netz ist eine grenzüberschreitende Kooperation mit Slowenien von großer Bedeutung, da hier bereits vor einigen Jahren mit einer ähnlichen Schwerpunktsetzung begonnen wurde (z.B. im Rahmen von INTERREG, Natura 2000, Grenzpanoramaweg, etc.). Speziell für das Projekt „City Network“ Graz - Maribor soll ein gemeinsames „Grünes Netz“ entwickelt werden, welches sowohl den Schutz des intakten Naturraumes vorsieht, als auch eine sanfte Nutzungsentwicklung für die Bevölkerung beinhaltet.

-       Den dritten Schwerpunkt stellt der Bereich Wirtschaft und Tourismus dar. Ein verstärktes gemeinsames Auftreten der Städte Graz und Maribor und ihrer Clusterorganisationen (Ökotechnologie, Humantechnologie, Automotiver - Bereich und Kreativwirtschaft) z.B. auf Fachmessen.

In weiterer Folge besteht auch großes Interesse, gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Maribor bzw. slowenischen Unternehmen auf dritten Märkten Präsenz zu zeigen (z.B. Kroatien, Serbien, Albanien, etc.).

Gemeinsame Veranstaltungen (z.B. Businesstalks) vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen.

-       Durch den Beitritt von Slowenien zur EU intensivierten sich die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verflechtungen zwischen der Steiermark und Slowenien was auch neue Herausforderungen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich mit sich brachte. Wichtige Themenbereicht sind u. a. Optimierungen im Bereich „Öffentlichen Verkehr“ (Bahnverbindungen Graz – Maribor, Verbesserung der Taktzeiten, etc.) oder innovative Parkraumbewirtschaftung.

 

Veranstaltungen

-       Im Bereich Humanressourcen und Soziale Entwicklung wurden heuer zwei Workshops veranstaltet. Einer mit Schwerpunkt „Beschäftigung“ in Maribor und beim anderen stand „Soziale Entwicklung“ im Mittelpunkt. Potenzielle Projektträger wurden über die Rahmenbedingungen im neuen Programm „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ (ETZ) informiert. Neue Partner lernten sich kennen und die Inhalte der zukünftigen Projekte wurden abgestimmt.

-       Im Tourismusbereich konnten in Workshops Radfahren, Wandern, Pilgern, Wellness und Kultur als Schwerpunkte für zukünftige Projekte zwischen Slowenien und der Steiermark festgelegt werden.

-       Auch im Schulbereich, Umwelt, erneuerbarer Energie und Technologiezentren wurden in Workshops die Bedürfnisse und Schwerpunkte zwischen der Steiermark und Slowenien abgestimmt und angepasst.

-       In Maribor trafen sich am 12. April die Magistratsdirektionen und Ämter von Maribor und Graz, das Regionalmanagement Graz und Graz-Umgebung und die Regionale Entwicklungsagentur Maribor zum Erfahrungsaustausch über Verwaltungs- und Regionalstrukturen. Das Projekt Citynetwork wurde vorgestellt und da der Inhalt ein Anliegen beider Städte ist, wurde beschlossen, dieses Projekt gemeinsam umzusetzen. Das Treffen wurde von Frau Mag. Uray-Frick, Referat für internationale Beziehungen, organisiert.