Bauen im Steirischen Zentralraum, ein Kooperationsprojekt zur Steigerung der baukulturellen Qualität

In Kumberg trafen sich im Juni 2019 GemeindvertreterInnen und Projektverantwortliche beim 1. Bürgermeisterfrühstück für die Teilregion Hügelland-Schöcklland zum Dialog anlässlich der Präsentation der Baukulturellen Bestandsaufnahme.

Der Steirische Zentralraum ist in Teilbereichen einer der am stärksten wachsenden Regionen Österreichs. Der dadurch bestehende Siedlungsdruck und die bauliche Entwicklung für Wohnzwecke, aber auch Handels- und Gewerbebauten sind unter diesem Aspekt eine besondere Herausforderung. Aufgrund der vorhandenen und prognostizierten weiteren dynamischen Entwicklung ist ein sensibler Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und eine landschaftsorientierte, zukünftige Nutzung von vorrangiger Bedeutung. Gleichzeitig leiden Ortszentren vermehrt unter strukturellen Problemen und Leerstand. Das Gesamtprojekt wurde 2018 gestartet. Der Steirische Zentralraum wurde für das Projekt, das vorerst bis Mitte 2020 läuft, in vier Teilregionen gegliedert, für die in einer ersten Phase Baukulturelle Bestandsaufnahmen durchgeführt werden.


Am 14. Juni wurden im 450 Jahre alten Gebäude der Alten Backstube am Kumberger Hauptplatz die Ergebnisse der Bestandsaufnahme durch das beauftragte Projektteam Nina Kuess (Kuess Architektur ZT) und holz.architekten ZT KG, Karin Magnes und Andreas Voit, vorgestellt. In dieser Arbeit wurden vorhandene Strukturen, wie historisch gewachsene Dörfer und Siedlungsräume, aber auch Industrie- und Gewerbeflächen, sowie landwirtschaftliche Hofstellen exemplarisch dokumentiert.
Die Bestandsaufnahme dient als Grundlage für die Erarbeitung eines Baukulturellen Leitbildes und Leitfadens, welche in der Folge ab Herbst 2019 in mehreren Workshops mit GemeindevertreterInnen entwickelt werden sollen. Die einhellige Meinung und das Anliegen der anwesenden GemeindeverteterInnen ist es, die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung sowie Öffentlichkeitsarbeit zukünftig zu forcieren, um auf mehreren Ebenen ansetzen zu können. Workshops für Gemeinden und BaubrachenvertreterInnen sowie Informationen für BewohnerInnen und Bauherren sind geplant.


Projektziel ist es, das Verständnis für qualitativ hochwertiges und landschafts- und gebietsbezogenes Bauen zu fördern, sowie den Umgang mit bestehenden Strukturen und Entwicklungen, wie etwa den Klimawandel, zu berücksichtigen.

Das Projekt Baukultur: Bauen im Steirischen Zentralraum wird aus Regionsmitteln im Rahmen des Stmk. Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes 2018 unterstützt.


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