Gemeinsam „Anpacken“ und Soziale Innovation: Bericht vom Agenda 21-Gipfel

Das Regionalmanagement Steirischer Zentralraum war beim Agenda 21-Gipfel in Salzburg mit dabei.

Zwei Tage lang, vom 14. – 15. September 2017, stand beim 8. Österreichische Agenda 21-Gipfel im Bildungshaus St. Virgil, in der Stadt Salzburg, das Thema Beteiligung im Mittelpunkt. Teilgenommen haben eine Vielzahl an VertreterInnen aus Politik und Verwaltung, RegionalmanagerInnen und ProzessbegleiterInnen sowie interessierte BürgerInnen aus ganz Österreich.

Fr. LH.-Stv. Dr. Astrid Rössler eröffnete den Gipfel mit anregenden Worten zu Mitverantwortung und Zusammenhalt in der Gesellschaft:

„Vertrauen ist die leiseste Form von Mut.“

Die Eröffnungsrede von Hr. Mag. DI DDr. Reinhard Mang, Generalsekretär des BMLFUW, unterstreicht die Bedeutung zur Verantwortung gegenüber des Klimawandels, der Stärkung des ländlichen Raums sowie die Bedeutung der Bildungs- und Wissensgesellschaft.

„Wir leben in sehr spannenden und herausfordernden Zeiten. Agenda 21 ist prädestiniert diese kommenden Probleme gemeinsam zu lösen.“

Der Beitrag von Hr. Gerald Koller, Risikopädagoge und changemaker, zeigte auf, wie wir mit gesellschaftlicher Transformation umgehen können und wie wichtig es ist, gemeinsam „anzupacken“. Innovation als Einlassen auf das Ungewisse und Loslassen von Alten, dem ständigen Wandel begegnen mit wandelnden Methoden oder die Bedeutung der Empathie, im Sinne eines Perspektivenwechsels als Basis der Demokratie.

„Empathie ist der Baustoff unserer Zukunft. Es ist die menschliche Fähigkeit Komplexität zu bewältigen und DAS Adaptionsinstrument mit Veränderung umzugehen.“

Fr. Dr. Kriemhild Büchel-Koppeller zeigte Gründe für und oft gehörte Argumente gegen Bürgerbeteiligung auf. Doch das Selbstverständnis der Kommunen wandelt sich. Das Prinzip „die öffentliche Hand gibt, BürgerInnen konsumieren“, wandelt sich zu „weniger verwalten, mehr gemeinsam gestalten“, Stichwort soziale Innovation:

„Wir müssen erkennen: die alten Muster funktionieren nicht mehr. Bürgerbeteiligung ist kein Allheilmittel. Nur miteinander werden wir die großen Herausforderungen unserer Zeit lösen.“

Weiters wurden die Ergebnisse der im Vorfeld durchgeführten Befragung zur Verbesserung der Lokalen Agenda 21 vorgestellt. Darauf folgten Workshops, Diskussionsrunden, Themenwanderung sowie Exkursionen zu verschiedensten Beispielen der BürgerInnenbeteiligung. Das Regionalmanagement begleitete dabei als „Host“ für Fr. Monika Vukelic-Auer, MBA, welche die Stadtteilarbeit in Kapfenberg vorstellte.

Beim 8. Agenda 21-Gipfel konnte sich zu unterschiedlichsten Projekten, Methoden und Erfahrungen ausgetauscht werden. Doch auch Herausforderungen bei Prozessen und der Mut zum Scheitern wurden diskutiert u.a. bei der Podiumsdiskussion mit Ö1 Moderator Johannes Kaup.

 

Zum Nachlesen, Durchblättern und Informieren – hier finden Sie Unterlagen zum Gipfel:

Bericht zum Agenda 21-Gipfel 2017: Ein Blick zurück_Agenda 21 Gipfel in Salzburg

Ergebnisse der Online-Befragung 2017: „Weiterentwicklung Lokale Agenda 21“: Welche Beteiligungskultur wünschen wir uns?

Fotos und Plakate: https://www.salzburg.gv.at/themen/umwelt/nachhaltigkeit/la21/agenda21-gipfel

Nähere Informationen zu Beteiligung und zur Förderung Lokalen Agenda 21 in der Steiermark: Regionalmanagement Steirischer Zentralraum