27-08-2026

36 Projekte, knapp 10 Millionen Euro: So stärkt LEADER das Grazer Bergland

Seit Beginn der aktuellen Förderperiode im Juli 2023 wurden in der LEADER-Region Grazer Bergland 36 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 9,95 Millionen Euro genehmigt. Dafür wurden rund 1,78 Millionen Euro an LEADER-Fördermitteln eingesetzt. Damit löst jeder eingesetzte Förder-Euro regionale Entwicklungsmaßnahmen im Wert von knapp sechs Euro aus.
Gruppenfoto der Steuerungsgruppe der LAG Grazer Bergland. Von links nach rechts: Marta Cociancig, Doris Dirnberger, Caroline Viertler, Andreas Braunendal, Stefanie Schmid, Ursula Puff, Gerhild Hirzberger, Johannes Wagner, Evelyn Rath, Kerstin Pelz, Hannes Pirstinger, Susanne Haubenhofer, Verena Denk-Seidl und Ulrike Leitner.

Die Zahlen zeigen die Wirkung von LEADER – und zugleich, wie wichtig das europäische Förderprogramm als Teil einer gemeinsam gedachten Regionalentwicklung ist. LEADER schafft im Grazer Bergland zusätzliche Möglichkeiten für jene Herausforderungen von nationaler Bedeutung, deren Bewältigung lokale Lösungen, sektorübergreifende Zusammenarbeit und gesellschaftliche Akzeptanz erfordern.

Der aktuell veröffentlichte LEADER-Bericht 2025/26 zeigt, wie aus diesem Zusammenspiel konkrete Projekte entstehen und wie unterschiedliche Vorhaben gemeinsam zur Entwicklung der Region beitragen.

LEADER als Teil der integrierten Regionalentwicklung

LEADER ist seit 30 Jahren eine etablierte Methode zur Entwicklung des ländlichen Raums. Das Förderprogramm bringt Mittel aus der Europäischen Union, Bund und Land direkt in die Regionen. Im Steirischen Zentralraum ist LEADER eine entscheidende Ergänzung zur gesetzlich verankerten Struktur der Regionalentwicklung und bietet dabei eine ideale Unterstützung zu den strategischen Themen und Umsetzungen auf gesamtregionaler Ebene.

Durch den Bottom-up-Ansatz macht es LEADER möglich, die lokale Bevölkerung aktiv in regionale Entwicklungsprozesse einzubinden und Europa vor Ort greifbar zu machen: Gemeinden, Vereine, Unternehmen, Organisationen und Bürger:innen können eigene Ideen entwickeln und gemeinsam Projekte auf den Weg bringen. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung einzelner Vorhaben. Entscheidend ist, wie unterschiedliche Projekte und Akteur:innen zusammenspielen und gemeinsam regionalen Zukunftsstrategien beitragen.

„LEADER bedeutet, regionale Entwicklung aktiv gemeinsam zu gestalten. Im Grazer Bergland zeigt sich bereits nach drei Jahren, wie aus Ideen konkrete Projekte entstehen, die Gemeinden stärken und die regionale Identität fördern“, betont Johannes Wagner, Vorsitzender der LAG Grazer Bergland. Besonders wertvoll sei dabei die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg.

Fast sechs Euro regionale Entwicklung für jeden Euro Förderung

Die hohe Hebelwirkung unterstreicht die Bedeutung des Programms: Mit rund 1,78 Millionen Euro LEADER-Fördermitteln wurden Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 9,95 Millionen Euro in der aktuellen Förderperiode 2023–2027 genehmigt.

Doch die Wirkung von LEADER lässt sich nicht allein in Euro messen. Die Projekte schaffen neue Begegnungsräume, stärken regionale Kreisläufe, fördern klimafreundliche Mobilität, beleben Ortszentren und machen Kultur und regionale Identität erlebbar. Gleichzeitig entstehen neue Kooperationen und langfristige Entwicklungsprozesse.

Ein Weg, sechs Gemeinden und viele gemeinsame Ziele

Grazer-Bergland-Wanderweg_©Stefan-Leitner_012

Wie gemeinsam gedachte Regionalentwicklung im Zusammenspiel mit dem Steirischen Zentralraum und dem Land Steiermark konkret aussehen kann, zeigt der Grazer Bergland Wanderweg. Auf sechs Etappen und rund 103 Kilometern verbindet er die sechs LEADER-Gemeinden Peggau, Frohnleiten, Übelbach, Deutschfeistritz, Gratwein-Straßengel und Gratkorn zu einem gemeinsamen Natur- und Kulturerlebnisraum. Der Wanderweg ist dabei weit mehr als ein touristisches Angebot. Er verbindet Natur, Kultur und Bewegung, führt durch wichtige kulturelle Orte des Grazer Berglands und schafft Anknüpfungspunkte für die Belebung von Ortszentren. Auch nachhaltige Mobilität ist Teil des Konzepts: Durch die Anbindung an Bahn, Bus und das regionale Sammeltaxi flux im Steirischen Zentralraum ist der Wanderweg auch ohne eigenes Auto erreichbar.

36 Projekte – sektorübergreifende Impulse, eine gemeinsame Entwicklungsstrategie

Die 36 bisher genehmigten Projekte decken alle Aktionsfelder der Lokalen Entwicklungsstrategie der LEADER-Region Grazer Bergland ab. Sie zeigen die thematische Breite von LEADER und zugleich, wie unterschiedliche Maßnahmen ineinandergreifen.

So unterschiedlich die Projekte sind, gemeinsam tragen sie dazu bei, die Ziele der Lokalen Entwicklungsstrategie in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.

Gemeinsam statt nebeneinander

Die Wirkung von LEADER reicht dabei über einzelne Projekte hinaus. Kooperationen zwischen Gemeinden, Vereinen, Unternehmen und Organisationen schaffen neue Perspektiven und ermöglichen Lösungen, die eine einzelne Gemeinde oft nicht allein umsetzen könnte.

Gerade angesichts von Klimawandel, demografischem Wandel und Digitalisierung gewinnt die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Sektorgrenzen hinweg weiter an Bedeutung. Regionalentwicklung wird deshalb nicht als Summe einzelner Projekte verstanden, sondern als kontinuierlicher Prozess, bei dem unterschiedliche Themen, Akteur:innen und Instrumente zusammengedacht werden.

„LEADER ist für mich das zentrale Werkzeug, um über Gemeindegrenzen hinweg mutige Ideen gemeinsam zu gestalten. Gerade bei Themen wie Ehrenamt, Ortskernstärkung, Klimaschutz oder Lebensqualität braucht es gemeinsame Lösungen statt einzelner Maßnahmen“, sagt Doris Dirnberger, stellvertretende Vorsitzende der LEADER-Region Grazer Bergland und Bürgermeisterin von Gratwein-Straßengel.

Eine Struktur für ein Maximum an Output

Im Steirischen Zentralraum ist LEADER ein wichtiger Bestandteil der integrierten Regionalentwicklung. Die Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH ist dabei die zentrale Anlaufstelle für Regionalentwicklung und bündelt unterschiedliche fachliche Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen. Sie vernetzt Themen und Akteur:innen und schafft die Voraussetzungen dafür, dass regionale Strategien konsequent in die Umsetzung gelangen.

Der Geschäftsbereich LEADER ergänzt diese Strukturen um einen besonderen Bottom-up-Ansatz: Menschen und Organisationen aus der Region können selbst Ideen entwickeln und Projekte anstoßen. Gemeinsam mit dem Regionalbudget und weiteren Instrumenten entsteht so ein breites Spektrum an Möglichkeiten, regionale Entwicklungsziele umzusetzen.

„LEADER im Grazer Bergland kann seine volle Wirkungskraft entfalten, weil es als Teil der integrierten Regionalentwicklung im Steirischen Zentralraum gedacht und umgesetzt wird. So können Projektideen mit der jeweils passenden Methodik und Finanzierung unterstützt und gleichzeitig in einen größeren regionalen Zusammenhang gestellt werden“, erklärt Kerstin Weber, Geschäftsführerin der Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH.

Regionalentwicklung bedeutet damit mehr als die Umsetzung einzelner Projekte. Entscheidend ist das Zusammenspiel Vorhaben, Akteur:innen und Ebenen. Das Regionalmanagement bringt dabei die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen zusammen – von EU, Bund, Land, Region und Gemeinden über Sozialpartner:innen, Interessenvertretungen, Unternehmen und Expert:innen bis hin zu regionalen Stakeholdern und der Zivilgesellschaft.

Die 36 LEADER-Projekte im Grazer Bergland zeigen, was daraus entstehen kann: konkrete Projekte, neue Kooperationen, zusätzliche regionale Wertschöpfung und eine gemeinsame Entwicklung, die weit über einzelne Maßnahmen hinauswirkt.

Aktuelle News & Termine

Gruppenfoto der Steuerungsgruppe der LAG Grazer Bergland. Von links nach rechts: Marta Cociancig, Doris Dirnberger, Caroline Viertler, Andreas Braunendal, Stefanie Schmid, Ursula Puff, Gerhild Hirzberger, Johannes Wagner, Evelyn Rath, Kerstin Pelz, Hannes Pirstinger, Susanne Haubenhofer, Verena Denk-Seidl und Ulrike Leitner.
36 Projekte, knapp 10 Millionen Euro: So stärkt LEADER das Grazer Bergland

Seit Beginn der aktuellen Förderperiode im Juli 2023 wurden in der LEADER-Region Grazer Bergland 36 Projekte mit einem Gesamtvolumen …

LEADER-Jahrestagung 2026: #weiterdenken – die Zukunft von LEADER aktiv gestalten

Am 23. Juni 2026 nahm unser LEADER-Management Grazer Bergland an der LEADER-Jahrestagung in Bad Kleinkirchheim teil. Vertreter:innen aller österreichischen …

Erster Wandergipfel im Grazer Bergland: Starke Impulse für die Wandersaison

Frohnleiten wurde am 21. April 2026 zum Treffpunkt der regionalen Wanderexpert:innen: Der Tourismusverband Region Graz lud gemeinsam mit der …

LEADER wirkt
Erfolgreiches Projektjahr für das Grazer Bergland

Das Projektjahr 2025 war für die LEADER-Region Grazer Bergland von wichtigen Entscheidungen und sichtbaren Umsetzungen geprägt. Neun genehmigte LEADER-Projekte …

Der neue Grazer Bergland Wanderweg
Ein LEADER-Projekt für Natur, Kultur und regionale Zusammenarbeit

Am 11. Oktober wurde der Grazer Bergland Wanderweg feierlich eröffnet – ein Gemeinschaftsprojekt der sechs Gemeinden Peggau, Frohnleiten, Übelbach, …

LEADER-Förderaufruf
Innovative Projekte für das Grazer Bergland gesucht!

Die LEADER-Region Grazer Bergland startet ihren 11. Förderaufruf. Projektanträge können im Zeitraum vom 26. September bis 21. November 2025 …

Kreativwettbewerb
Kultur-Rastplätze entlang des Grazer Bergland Wanderwegs gesucht!

Im Rahmen des LEADER-Projekts Grazer Bergland Wanderweg (GSP 23-27, LEADER 77-55 | Projektnummer 12130) schreiben die sechs Gemeinden Frohnleiten, …

Hoch hinaus, tief verwurzelt.
Präsentation der neuen Standortmarke "Grazer Bergland"

Rund ein Jahr nach der offiziellen Anerkennung unserer LEADER-Region durften wir am 5. September 2024 auf der Burg Rabenstein die …

LEADER: 9 Monate, 9 Projekte
So viel EU steckt im Grazer Bergland

Ob Wanderweg, Vernetzungs- und Beteiligungsaktionen rund um Kunst- und Kultur, ein inklusiver Park oder Green Care Projekt – in …

Unterstützt aus Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes.
logo4c_Regionen